Verbraucher-Foren
Das Internet erobert mittlerweile jeden Haushalt und bringt unendliche Chancen und Risiken mit sich. Immer und überall bestens informiert zu sein hat viele Vorteile, aber welchen Informationen kann man im Internet noch vertrauen? Anonym agierende User und sogar Forum-Administratoren tarnen sich als Verbraucherschützer, Verbraucher oder Geschädigte und täuschen Konsumenten, indem falsche Erfahrungsberichte, Meldungen und Hetzkampagnen in Internet-Foren und auf unseriösen Blogs verbreitet werden. Das Ziel: Seriöse und bekannte Unternehmen schädigen und Aufmerksamkeit für die eigene Webseite zu generieren. Der Einfallsreichtum dieser Täter kennt mittlerweile keine Grenzen und Gesetze mehr.
Natürlich gibt es auch Internet-Foren, die den Verbraucher mit seriösen Erfahrungsberichten informieren. Jedoch warnen auch hier Verbraucherschützer vor Naivität im Netz. "Quellen aus dem Web 2.0 dominieren heute Kaufentscheidungen", sagt Studienleiter Dirk Schachtner. Empfehlungen anderer Nutzer - die berüchtigten Sternchen - steigerten den Absatz von Produkten und brächten Kneipen oder Friseursalons neue Kundschaft. Negative Bewertungen führten dagegen häufig dazu, dass ein geplanter Restaurantbesuch oder der Kauf des DVD-Players einer bestimmten Marke doch nicht stattfindet. Viele Online-Käufer recherchieren vorab auf Bewertungsportalen oder in themenspezifischen Foren und Blogs. Auf den Servern liegen mehr als eine Million Erfahrungsberichte. "Doch selbst wenn es sich bei den Verfassern um echte Verbraucher handelt, kann es zu fatalen Fehleinschätzungen kommen", warnt Tryba.
( http://www.welt.de/welt_print/article2971317/Bei-Online-Empfehlungen-ist-Vorsicht-geboten.html )
Empfehlungen:
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Vertrauen Sie nicht Bewertungen und Aussagen, die anonym in Foren gepostet werden, ohne diese selbst nachzuprüfen. Verlassen Sie sich nicht auf die vielen Selbstgespräche von Unbekannten.
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Hinter anonymen Erfahrungsberichten steckt oft der Administrator eines Forums selbst, um Werbeeinnahmen zu generieren und damit Geld zu verdienen.
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Ist die Rede von "Abzocke" oder "Betrug", dann sollten Sie sich die Frage stellen, wo der "angebliche" Betrug oder die "angebliche" Abzocke liegen soll? Werden Behauptungen oder Anschuldigungen glaubhaft begründet?
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Um die Glaubwürdigkeit gegenüber dem Verbraucher zu erhöhen, wird in vielen Fällen geschrieben, dass "Anzeige" (ohne Angabe der Aktennummer) erstattet bzw. rechtliche Schritte eingeleitet wurden.
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Wenden Sie sich im Zweifelsfall an offizielle und neutrale Internetseiten oder staatliche Internetportale, die mit Ihrem echten Namen und vollständiger, richtiger Adresse hinter ihren Informationen stehen und auch hierfür die Verantwortung übernehmen.
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Versetzen Sie sich in die reale Welt. Sie sind in Ihrer Stadt und stehen vor einem Kaufhaus. Sie müssen dort unbedingt einen Artikel kaufen. Ein "Unbekannter" spricht Sie aber vor der Türe an und sagt Ihnen, dass in nächster Zeit in diesem Kaufhaus eine Bombe hoch gehen wird und Sie besser draußen bleiben sollten. Nun, wie würden Sie sich verhalten? Würden Sie einem "Unbekannten" glauben? Sicher sucht man dann jemand "Offiziellen" z.B. einen Polizisten, der Sie dann wahrscheinlich nur auslachen wird und die Angabe von diesem "Unbekannten" nicht bestätigt.
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Vertrauen Sie keinen einzelnen Internetseiten oder Blogs, auf denen eine anonyme Eintragung möglich ist.
Es gibt immer einen guten Grund dafür, dass Straftäter und Betrüger anonym bleiben und nicht erkannt werden wollen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an offizielle Stellen wie:
Verbraucherzentrale http://www.verbraucherzentrale.de/
Verbraucherzentrale Bundesverband http://www.vzbv.de/go/
Abzocke im Internet
Kaum jemand überblickt heute noch die rechtlichen und technischen Hintergründe von Internet und E-Commerce. Verbraucher die sich im Internet bewegen, werden mit Themen wie Urheberrechtsgesetz, Datenschutz, digitalen Bezahlungs-Systemen, Viren und vielem mehr konfrontiert.
Die große Bandbreite an Internetangeboten erhöht die Gefahr, im Internet betrügerischen Machenschaften aufzusitzen. Wichtig dabei ist zu verstehen, dass Sie mit jeder Handlung, die Sie im Internet tätigen (die Eingabe von E-Mail-Adresse, von Bankverbindung oder Kreditkarten-Nr., das Anklicken von Links, etc.) sich bereits in Gefahr bringen können. Die Wirtschaft überlässt meist dem Verbraucher, sich gegen Gefahren zu schützen. Händler missachten oft geltendes Recht und nutzen rechtliche Schlupflöcher, um ihre Interessen durchzusetzen. So kann es Ihnen passieren, dass Sie zum Beispiel in eine Abo-Falle tappen. Abo-Fallen sind im Regelfall Dienstleistungen, die Sie im Internet in Anspruch nehmen, wobei Sie erst beim Lesen des Kleingedruckten erkennen können, dass Sie sich schnell zu einem 1-2 jährigen Vertrag mit einer Zahlung von einigen 100 Euro verpflichtet haben.
Bevor Sie einkaufen oder sich zu anderen Aktionen im Internet entschließen, sollten Sie Vorsicht walten lassen und das Kleingedruckte aufmerksam lesen.
Tipps der Verbraucherzentrale für den Umgang mit Internetabzockern.
Bevor Sie sich bei einem Angebot registrieren:
- Lesen Sie die Seite aufmerksam und in aller Ruhe durch!
- Werfen Sie einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen!
- Durchsuchen Sie die Seite nach einem versteckten Kostenhinweis und scrollen Sie bis ans Seitenende!
- Gehen Sie zurückhaltend und sparsam mit ihren persönlichen Daten um!
- Bevor Sie per Mausklick Ihre Anmeldung bestätigen, lesen Sie die Vertragsbedingungen gewissenhaft. Ist dort die Rede von Vertragslaufzeiten oder Kündigungsfristen, weist dies meistens auf eine vertragliche Bindung hin – die mit Kosten verbunden ist.
- Prüfen Sie, ob die Möglichkeit des zweiwöchigen Widerrufs besteht!
- Im Impressum müssen die Identität und die Anschrift des Betreibers erkennbar sein. Unseriöse Betreiber führen dort meist nur ein Postfach an. Seien Sie vorsichtig, wenn der Anbieter im Ausland sitzt. Dann kann es schwierig sein, bei Reklamationen sein Recht durchzusetzen.
Wenn Sie plötzlich eine hohe Rechnung erhalten:
- Gehen Sie nicht darauf ein und zahlen Sie auf keinen Fall!
- Widersprechen Sie der Forderung per Brief.
- Schicken Sie den Brief per Einschreiben/Rückschein, um einen Nachweis in Händen zu halten.
- Haben Minderjährige den vermeintlichen Vertrag abgeschlossen, sollten die Erziehungsberechtigten dem Anbieter mitteilen, dass der Vertrag unwirksam ist und nicht genehmigt wird.
- Lassen Sie sich von Mahnungen und Inkassoschreiben des Anbieters nicht unter Druck setzen! Die Unternehmen haben keinerlei Pfändungsrechte. Handlungsbedarf besteht erst, wenn Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten. Vor Gericht landet allerdings kaum ein Fall.
Die schwarze Liste des Verbraucherverbandes: http://www.vzbv.de/mediapics/kostenfallen_im_internet.pdf
Die Verbraucherzentrale zum Thema Internet: http://www.vz-berlin.de/UNIQ130268145724547/link471681A.html
Internet-Mobbing
Mobbing im Netz ist mittlerweile unter Schülern und Jugendlichen weit verbreitet. Gerade bei Jugendlichen ist die Hemmschwelle, im Internet andere auszulachen oder zu verhöhnen, sehr gering. Durch die Anonymität im Internet fehlt dem Täter jegliches Bewusstsein für den emotionalen Schaden, den er dem Betroffenen zufügt. Von Ausgrenzung, Beleidigung bis hin zu Androhungen von Gewalt werden in Foren und Blogs unter Vorgabe von Nicknamen, Kinder und Jugendliche sowie Unternehmen diskreditiert. Was anfänglich als Scherz empfunden wird, zieht dramatische Folgen mit sich: soziale Isolierung, Stress, psychische Probleme, Suizid.
Erste Hilfe
Erwachsene können bei Cyber-Mobbing gegen Kinder und Jugendliche eingreifen, indem sie möglichst schnell die Polizei informieren.
Bei jedem seriösen Seitenbetreiber besteht die Möglichkeit, beleidigende, unseriöse, unethische Seiten, Profile oder Darstellungen zu melden und ihre Löschung zu beantragen. Wir empfehlen den Eltern von Kindern und Jugendlichen genauestens zu überprüfen, wo man seine persönlichen Spuren im Internet hinterlässt.
HTTPS
Dieses Kürzel steht für das "HyperText Transfer Protocol Secure" (auf Deutsch: sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll). Im Web wird dieses Protokoll dazu benutzt Daten abhörsicher zu übertragen und so für den Nutzer Sicherheit zu gewährleisten.
Dabei werden Daten verschlüsselt übertragen und zur Authentifizierung zwischen einem Webserver und einem Browser im Internet verwendet.
Achten Sie also bei einer Übertragung von Daten die wichtig oder persönlich sind immer darauf, dass in Ihrer Browserzeile statt "HTTP" besser "HTTPS" vor der URL steht. Damit können Sie sicher sein, dass Daten nicht für Fremde zugänglich sind.
Trusted Shops - Siegel
Trusted Shops ist ein Unternehmen zur Zertifizierung von Online-Shops, welches 1999 gegründet wurde. Wird von Trusted Shops ein Gütesiegel an einen Shop vergeben, so hat das zertifizierte Unternehmen (Shop) bestimmte Voraussetzungen in Bezug auf Seriosität, Datenschutz und Liefersicherheit zu erfüllen.
Das Siegel soll zum einen Vertrauenswürdigkeit beim Käufer vermitteln und schafft zudem aber auch über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus eine "Geld-zurück-Garantie". Diese Garantie wird dabei von der Kreditversicherungsfirma Atradius durch Zusammenarbeit mit den Shops geschaffen. Atradius ist eines der weltweit größten Kreditversicherungsunternehmen mit Sitz in Amsterdam. Seit dem Jahr 2009 wird von Trusted Shops auch ein Online-Bewertungssystem für Shops im Internet angeboten.
Achten Sie daher bei Einkäufen im Internet insbesondere auf das Trusted-Shop-Siegel, welches entsprechende Shops natürlich gerne auf Ihren Startseiten zeigen.
IC3 kann ein derartiges Siegel nicht erhalten, da es sich bei IC3 um einen Preisvergleicher und nicht um einen Shop handelt.
Nützliche Links:
Informationen und Materialien zum Thema Cyber-Mobbing
Jugendliche und Cyber-Mobbing
klicksafe – EU Initiative für mehr Sicherheit im Netz
Online Welt der Kinder